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Sonnenstich und Hitzschlag beim Hund

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:23
Die meisten von uns sehnen sie herbei: die warme Jahreszeit.

Die meisten von uns sehnen sie herbei: die warme Jahreszeit. Doch Tage voller Sonne können auch gefährlich werden, nicht nur für den Menschen, auch für unsere geliebten Vierbeiner. Gerade unsere Hunde sind sehr wärmeempfindlich, denn ihr körpereigenes Kühlsystem funktioniert nur über die Zunge und die Pfoten. Doch woran erkennt man einen Hitzschlag oder Sonnenstich beim Hund? Und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen sind sinnvoll?

Wenn dem Hund zu heiß wird...

Hitzschlag oder Sonnenstich?
Durch die längere Einwirkung von hohen Temperaturen wird der gesamte Organismus des Hundes überwärmt, was einen Hitzschlag zur Folge hat. 
Im Gegensatz dazu staut sich bei einem Sonnenstich die Wärme durch ganz direkte Einwirkung von Sonnenstrahlung im Nacken- und Kopfbereich.
Doch die Anfangssymptome bei einem Hitzschlag und bei einem Sonnenstich sind sehr ähnlich. Bei zu großer Hitze kann der Vierbeiner nicht mehr wie üblich genug Wärme über die Schnauze oder die Pfoten abgeben. Es kommt zum Wärmestau oder einer Überhitzung, also zu einem Hitzschlag oder zu einem Sonnenstich.
In beiden Fällen, wird die Atmung flacher, der Hund versucht über schnelles Hecheln, seine Körperwärme zu regulieren. Meist suchen sich die Vierbeiner dann auch einen schattigen und kühlen Platz oder springen ins Wasser, ganz instinktiv.
Aber auch massive Kreislaufbeschwerden können bei einem Hitzschlag oder Sonnenstich auftreten. Dazu versucht das Tier, Blut von den inneren Körperteilen und -organen in die äußeren Körperteile zu pumpen, um die Abkühlung zu beschleunigen. Nur hat dieser Mechanismus zur Folge, dass lebenswichtige Organe dadurch nicht mehr genügend versorgt werden und der Kreislauf zusammen bricht. 

Wie Sie Ihrem Vierbeiner helfen können
Wer sein Tier kennt und liebt, wird es auch bei sommerlicher Hitze immer im Auge haben und die Verhaltsensänderung sofort feststellen können. Am besten ist es, dass Tier an einen schattigen und kühlen Ort zu bringen. Kühlen Sie den Körper des Hundes mit feuchten Tüchern. Niemals den Hund mit kaltem Wasser überschütten, denn das kann zu einem lebensbedrohlichen Schock führen. Auch Eiswürfel, die man in ein Tuche gegeben hat und dann wie einen Schal um den Hals des Hundes legt, helfen sehr gut.
Sollte sich die Körpertemperatur mit diesen Hausmitteln nicht regulieren lassen, also wenn die Temperatur des Hundes immer wieder erneut ansteigt oder zu weit sinkt, dann muss umgehend der Tierarzt aufgesucht werden, der dem Tier Notfallmedikamente verabreicht.

Fazit
So schön das Sommerwetter auch sein kann: achten Sie nicht nur auf sich, sondern auch auf Ihren vierbeinigen Freund. Setzen Sie ihn genauso wenig massiv der Sonne aus, wie sich selbst. Lassen Sie ihn nicht im heißen Auto leiden, denn selbst ein geöffnetes Fenster in selbigen bringt den Hund eher mit Hitzschlag zum Tierarzt.

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