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Letztes Update am 13.11.2014, 13:41
Der Herbstanfang ist für viele Tiere ein aktive und anstrengende Zeit, denn jetzt müssen sie Vorbereitungen für den Winter treffen. Einige müssen sich Vorräte anlegen, andere müssen sich auf den Winterschlaf vorbereiten oder eine Reise in den Süden antreten.

Eichhörnchen

Foto: Shutterstock.com

Sie legen sich im Herbst einen Nahrungsvorrat an, sammeln Nüsse, Bucheckern und Eicheln und vergraben ihre Nahrung unter der Erde. Es kann jedoch auch vorkommen, dass sie sich ihre verschiedenen Verstecke nicht alle merken und finden daher oft nur die Hälfte der versteckten Samen wieder. Somit fördern sie wiederum die Verbreitung und Aussaat der Bäume für das kommende Frühjahr. Sie halten Winterruhe, keinen Winterschlaf. Das bedeutet sie schlafen zwar viel aber wachen zwischenzeitlich auf um zu fressen.  

Igel

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Im Herbst geht der Igel auf Nahrungssuche um sich einen dicken Winterspeck anzufressen. Er frisst Schnecken, Käfer, Regenwürmer und Spinnen. Wenn sie genügend Fett angesetzt haben, können Igel bis Anfang April schlafen.

Fische

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Fische sind wechselarm, das bedeutet, ihre Körpertemperatur ist von der Umgebungstemperatur abhängig. So suchen sie sich im Herbst geeignete, möglichst frostsichere Verstecke auf. Mit dem Herabsinken der Außentemperatur kühlt auch das Blut der Tiere ab und sie werden träger. Fällt die Körpertemperatur unter einen bestimmten Wert, tritt die Kältestarre ein, aus der die Tiere mit ansteigender Temperatur im Frühjahr wieder erwachen. Außer den Fischen fallen außerdem Schlangen, Schnecken und Frösche in die sogenannte Winterstarre.

Zugvögel

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Im Herbst beginnt die große Reise der Zugvögel. Störche, Singdrosseln, Schwalben, Nachtigallen, Mauersegler, Kraniche, Enten und noch viele hundert weitere Arten machen sich auf den tausende Kilometer langen Weg. Die häufigsten Winterquartiere sind Afrika und das Mittelmeergebiet. Zwischen April und Anfang Mai kommen die Vögel dann zurück, bis sie es vier Monate später wieder in die Ferne zieht.

Fledermäuse

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Fledermäuse sammeln im Herbst nicht nur Futter, sondern suchen auch so viele männliche Partner wie sie nur finden können. Sie paaren sich also im Herbst und legen das Sperma in ihrem Körper 'auf die Seite' (es wird im Uterus gespeichert.) Dann halten auch die Fledermäuse einen Winterschlaf und im Frühling können sie sich selber befruchten und ungestört ihre Jungen aufziehen.  

Hasen

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Hasen bekommen, wie viele andere Tiere (z.B. Füchse, Rehe, Hirsche, Luchse), kurz vor dem Winter, ein dichtes Fell. Sie gehen nachts auf Futtersuche und legen sich keine Vorräte für den Winter an. Sie essen was es Pflanzenkost so auffindbar ist, meistens Zweige oder Rinde. Ansonsten leben freilaufende Hasen im Winter kaum anders als im Sommer. Sie liegen verborgen in kleinen Mulden und wenn es schneit, lassen sie sich einfach zuschneien.

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