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Warum gibt es in Australien so viele giftige Tiere?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Was kann dir in Australien alles gefährlich werden? Je, nachdem wohin du dich begibst, gibt es da eine Menge Tiere.

Australien ist nicht nur der Kontinent mit der vielleicht entspanntesten Lebenseinstellung, sondern auch der mit den meisten giftigen Tieren. Auch wenn viele von ihnen das Hinterland („Outback”) bewohnen, kommen einige von ihnen den Menschen doch sehr nahe.

Australien - ein giftiger Kontinent

Was kann dir in Australien alles gefährlich werden? Je, nachdem wohin du dich begibst, gibt es da eine Menge Tiere. In Australien leben einige der giftigsten Tiere des Planeten von ihnen sogar in engster Nähe zum Menschen.

  • Sydney Trichternetzspinnen zum Beispiel sind Stadttiere und gerade während des Frühlings gerne auf Reisen. Sie verstecken sich gerne in Schuhen.
  • Skorpione tauchen gerne in Häusern auf. Nimm dich in Acht vor den Kleinen. Sie sind giftiger als die großen Tiere.
  • Das Outback wimmelt vor Giftschlangen. Die Schreckensotter hat das stärkste Gift aller Landschlangen. Gefährlicher für den Menschen ist aber die Eastern Brown Snake. (Erste Hilfe Tipps im Fall eines Schlangenbisses)
  • Vorsicht im Wasser. Die gefürchtete Seewespe, eine Quallenart, ist in den Surfgebieten recht häufig zu finden.

Warum gibt es in Australien so viele giftige Tiere?

Das ist eine Frage, an der auch viele Forscher sich lange Zeit die Zähne ausgebissen haben. Fakt ist, dass Australien sich lange vor allen anderen Kontinenten vom Urkontinent Pangea getrennt hat. Seitdem war er immer isoliert. Das hatte zur Folge, dass hier viele Arten überlebt haben, die anderorts bereits ausgestorben sind. Es setzte die Tiere aber auch unter einen hohen Evolutionsdruck. Besonders im Outback ist Beute rar. Wenn ein Tier hier seine Beute nicht schnell erlegt, dann ist de Wahrscheinlichkeit groß, dass sie entkommt. Giftige Tiere haben hier klare Vorteile. 

Das gleiche gilt für das Wasser. Seeschlangen und giftige Qualen fühlen sich in den warmen Gewässern sehr wohl. Diese Tiere brauchen eine relativ stabile Umgebungstemperatur. Darum leben viele von ihnen hier.

Ein weiterer Grund für die hohe Anzahl giftiger Tiere ist die Gefahr, selbst gefressen zu werden. Selbst viele der australischen Mäuse können Schlangen fressen, wenn diese unvorsichtig genug sind. Die Tiere entwickelten starkes Gift also zum Jagen und zu ihrer Verteidigung.

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