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Was tun wenn der Hund Angst vor dem Autofahren hat?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Für viele Hunde ist Autofahren der absolute Horror. Hier ein paar Tipps zur Abhilfe.

Es gibt Hunde, welche keine Probleme beim Autofahren machen. Es gibt aber leider auch viele Hunde, für die Autofahren ein absoluter Horror ist. Ihre Reaktionen reichen von Jaulen, Bellen, Fiepsen bis über Erbrechen. Wahrscheinlich hat ihr Hund einmal negative Erfahrungen gemacht, auch wenn Sie sich nicht bewusst daran erinnern können. Dies können heftige Lenkmanöver, laute Geräusche oder evtl. der Schwanz in der Tür gewesen sein.

  • Bei allen nachfolgenden Übungsschritten sollten Sie Ihren Hund aufmerksam beobachten. 
  • Wenn Sie feststellen, dass Ihr Hund Angst zeigt, sollten Sie die Übung abbrechen und zum vorherigen Übungsschritt zurückkehren. 
  • Rückschläge sind völlig normal. Lassen Sie sich davon entmutigen. Sie wollen ja schließlich das Ihr Hund die Angst verliert, und nicht größere Ängste aufbaut.

  • Um Ihrem Hund nun die Angst vor dem Auto und dem Autofahren wieder abzugewöhnen, brauchen Sie vor allem eins: viel Geduld und Zeit. 
  • Auch wenn ein Ereignis der Auslöser war, benötigen Sie viel Zeit um Ihrem Hund das Vertrauen in das Auto und Ihre Fahrweise wiederzugeben. 
  • Dies erfordert konsequentes und wiederholtes Üben. Idealerweise sollten alle Mitglieder Ihrer Familie mit einbezogen werden und den Trainingsansatz verfolgen. 
  • Bei Rückschlägen dürfen Sie sich nicht entmutigen lassen. Üben Sie Geduld - das gewünschte Ergebnis wird sich sicher noch einstellen.

  1. Führen Sie Ihren Hund langsam um das Auto herum. Vorzugsweise sollte Ihr Hund dabei angeleint sein. Je nach Reaktion Ihres Hundes können Sie ihn in Kreisen immer näher heranführen. Wenn er daran riechen möchte, lassen Sie ihn gewähren. 
  2. Suchen Sie das Lieblingsspielzeug Ihres Hundes (z. B. ein Ball). Legen Sie diese in das offene Auto. Wichtig bei diesem Schritt ist, dass der Motor nicht an ist. Die Türen sollten selbstverständlich offen sein, damit der Hund sein Spielzeug auch erreichen kann. Sonst verstärkt sich der Eindruck des bösen Autos im Kopf ihres Hundes, wenn das Spielzeug nicht erreichbar ist. Wenn sich Ihr Hund traut, loben Sie ihn unmittelbar im Anschluss. Auch die Belohnung mit Leckerlis ist denkbar. 
  3. Im nächsten Übungsschritt ist das Auto geschlossen. Locken Sie Ihren Hund wie im Schritt 2 hinein und schließen Sie dann vorsichtig die Tür. Laute Geräusche sollten möglichst vermieden werden. Versuchen Sie Ihren Hund durch Beschäftigung mit seinem Lieblingsspielzeug abzulenken. - Auch hier gilt: Zeigt ihr Hund Ängste, brechen Sie die Übung ab und beginnen Sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit Schritt 2. 
  4. Hat sich Ihr Hund an den Aufenthalt im Auto gewöhnt, folgt der nächste Schritt. Verfahren Sie wie in Schritt 3, lassen Sie jedoch den Motor an. Fahren Sie aber nicht los. 
  5. Klappt Schritt 4 ohne Probleme, können Sie es wagen einige kleine Runden (z. B. um den Block) zu fahren. Vermeiden Sie schnelle Lenkmanöver und laute Geräusche wie z. B. Hupen.

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