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Welche Hunderasse ist besonders familienfreundlich?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:52
Die Frage nach dem richtigen Hund für die Familie ist sehr wichtig.

Die Frage nach dem richtigen Hund für die Familie ist sehr wichtig, wenn Du Dir selbst, Deiner Familie oder auch dem Hund unliebsame Erfahrungen ersparen möchtest. Die hundertprozentig richtige Antwort gibt es nicht, aber sicherlich kann man mit einigen Vorüberlegungen der gewünschten Lösung näherkommen.

Unabdingbar ist die Vor-Analyse:

  • Deiner eigenen Erwartungen: welchen Zweck soll der Hund erfüllen? Ein gemütlicher, weicher Kuschelhund für die Kinder? Ein ausdauernder Begleiter auf langen Spaziergängen der Familie? Ein nimmermüder Spielkamerad?
  • Die Lebensumstände, in denen der Hund gehalten werden soll: wieviel Platz bietet Deine Wohnung, Dein Haus? Hat der Hund Auslaufmöglichkeiten z.B. im eigenen Garten? Ist der Hund oft alleine (wegen Berufstätigkeit)?


Die falsche Wahl kann sich mehr oder weniger drastisch auswirken:

  • auf das Verhalten der Familie und Kinder (Enttäuschung, wenn der Hund nicht die Erwartungen erfüllt)
  • auf das Verhalten des Hundes (von Verunsicherung bis hin zu Aggression)

Damit die Anschaffung eines Hundes für beide Seiten ein erfolgreiches Projekt wird, empfehle ich zu beherzigen:

  1. Nimm Dir Zeit zu überlegen, welches Familienmitglied welche Erwartungen an den Hund hat. Ein kleines Kind könnte von dem Erscheinungsbild eines Dobermanns eingeschüchtert sein. Ein aktives Kind könnte über einen faulen Mops enttäuscht sein.
  2. Wähle das Haustier nach den Voraussetzungen, die Du ihm in Wohnung/Haus/Garten bieten kannst. Ein Husky braucht Auslauf; ein Windhund gehört nicht in die enge, tagsüber leere Etagenwohnung.
  3. Beschaffe Dir den Hund als Welpe von einem anerkannten Händler oder Züchter, von dem Du weißt, dass er seine Tiere gut behandelt. Nur so kannst Du davon ausgehen, dass der Hund körperlich und seelisch unversehrt in Deine Familie kommt.
  4. Pflege und kümmere Dich um den Hund. In den ersten Monaten verursacht dieser ähnlich viel Arbeit wie ein Kleinkind. „Stubenreinheit“ muss erst erlernt werden. Dabei nicht ganz unentscheidend: kleine Hunde machen kleine Haufen, große Hunde … Das Entsorgen ist nicht jedermanns Sache. 
  5. Wichtigste Regel: Investiere Zeit in die Erziehung Deines Hundes! Mittels Kursangebote oder Lektüre musst Du mit deinem Hund immer wieder üben. Grundsätzlich gilt: jeder Hund jeder Rasse kann gutes Sozialverhalten und Gehorsam lernen. Alles ist eine Frage des Trainings. Es gibt keine von Natur aus aggressiven, faulen oder hyperaktiven Rassen.
  6. Wenn Ihr Euren Hund gerne habt und nicht nur Zeit für Spielen und Schmusen, sondern vor allem auch Lernen und Training übrig habt, werdet Ihr gemeinsam ein ganzes Hundeleben viel Freude aneinander haben.
  7. Hunderassen wie der Golden Retriever oder der Labrador gelten als sehr familienfreundlich.

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