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Welche Tierarten halten Winterschlaf?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Einige Tierarten in unseren nördlichen Breiten verbringen die kalte Jahreszeit in einem schlafähnlichen Zustand.
Da es im Winter für wild lebende Tiere schwierig sein kann, Nahrung zu finden, können sie nur überleben, indem sie ihren Energieverbrauch in dieser Zeit auf ein minimales Level herunterschrauben. Sie kuscheln sich dann mit ihren Artgenossen in Höhlen oder Erdlöchern ein und verbringen dort die meiste Zeit mit Schlaf. Durch die geringe Bewegung und die Nestwärme verbrauchen die Tiere in diesem Zustand nur wenig Energie.

Hier nun ein paar Beispiele für Tiere, die Winterschlaf halten:

Hierzu zählen etwa Igel, Eichhörnchen, Maulwürfe, Fledermäuse, Murmeltiere, Siebenschläfer, Haselmäuse und einige Bärenarten...

  • Ihr seht also - es sind in erster Linie Säugetiere, und unter diesen vor allem Nagetiere, die Winterschlaf halten. Aber auch einige wenige Vogelarten verbringen die frostige Saison in einem schlafartigen Zustand.
  • Der Ablauf des Winterschlafs ist dabei immer ähnlich: Im Laufe des Sommers sammeln die Tiere mehr Nahrung ein als sie für den Moment eigentlich brauchen würden.
  • Entweder lagern sie diese Vorräte in ihren Höhlen, wo die Nüsse, Beeren, Würmer und anderen Nahrungsmittel vor anderen Tieren geschützt sind. Oder aber sie futtern sich ihren "Vorrat" in Form einer Fettschicht einfach selbst an.
  • Im Herbst wird dann die Höhle wintertauglich gemacht, mit Blättern ausgekleidet und nach außen abgesichert. Sobald die ersten Frosttage anrücken, geht es dann mit der ganzen Familie ins warme Nest, wo man sich eng aneinander kuschelt und sich so gegenseitig wärmt. Und dann kann der große Schlaf auch schon beginnen.
  • Da sich die Tiere in dieser Phase kaum bewegen und sich gegenseitig wärmen, verbrauchen sie nur wenig Energie. Die Verdauung wird also in dieser Zeit sozusagen vorübergehend "deaktiviert" und der Stoffwechsel wird auf Fettverbrennung umgeschaltet. Diese Fettreserven reichen, um die Tiere wohlbehalten durch den Winter zu bringen.
  • Manche Tiere schlafen jedoch nicht den ganzen Winter hindurch, sondern wachen hin und wieder auf, um ein wenig von ihren gelagerten Vorräten zu fressen. Ein paar Nüsse oder Käfer futtern und schon kann wieder weiter geschlafen werden. Viele Säugetiere schaffen es auf diese Weise, den harten und kalten Winter zu überleben. Mit den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings wachen sie dann auf und das Jahr beginnt wieder von vorne.

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