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Welches Hundefutter benötigt mein Hund?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:26
Genau wie der Mensch braucht auch der Hund eine ganze Palette von Nährstoffen, um gesund zu bleiben. Welches Hundefutter ist nun das richtige?

Wir alle wollen für unsere treuen, vierbeinigen Wegbegleiter nur das Beste. Neben ausgedehnten Spaziergängen, ausreichend Beschäftigung und den nötigen Streicheleinheiten stellt eine gesunde, ausgewogene Ernährung im täglichen Umgang mit unseren Hunden einen weiteren wichtigen Eckpfeiler dar. Dabei spielt das richtige Hundefutter eine große Rolle. Man sollte hierbei nicht geizig sein und dem Hund ab und an auch eine Dose Premiumfutter gönnen.

Bitte beachten

  • Wichtig ist, den Hund nie mit rohem Schweinefleisch zu füttern, da hierbei das Risiko besteht, dass sich der Hund mit dem potenziell tödlichen Aujeszky-Virus infiziert.
  • Möchte man seinen Hund also sicher schützen, so ist anzuraten, das Schweinefleisch vor der Fütterung gut zu kochen.

Tipps für das richtige Hundefutter

Nährstoffe und Bedarf

Genau wie der Mensch braucht auch der Hund eine ganze Palette von Nährstoffen, um seinen täglichen Bedarf zu decken und gesund zu bleiben. Hunde sind bekanntlich Fleischfresser, daher sollte der Hauptbestandteil des Futters aus Fleisch bestehen. Andere Komponenten wie zum Beispiel Kartoffeln, Reis oder Gemüse ergänzen das Fleisch um weitere Nährstoffe. Denn auch der Wolf, der ja ein Vorfahre des heutigen Haushundes ist, frisst nicht nur Fleisch, sondern etwa auch den Magen-Darm-Inhalt seiner Beute sowie mitunter auch Beeren, Äpfel oder Wurzeln. Von der Verabreichung von Getreide ist abzuraten, da dies zu Fehlgärungen führen und Allergien auslösen kann.

 

Das richtige Futter

eim Kauf von Dosenfutter ist es wichtig, immer genau auf die Zusammensetzung des Futters zu achten. So sollte beim Fleisch immer die Tierart, die Fleischbezeichnung und die genaue Zusammensetzung dabeistehen. Wenn von tierischen Nebenprodukten gesprochen wird, so bedeutet das, dass auch Federn, Hörner, Klauen, Hormone oder sonstige nicht verwertbare Abfälle enthalten sind. Liest man z. B. auf einer Verpackung „Fleisch- und tierische Nebenprodukte (Lamm mind. 4 %)“, besagt das lediglich, dass von den 100 % des in der Dose befindlichen Futters 4 % vom Lamm kommen. Das kann nun Lammfleisch sein, aber ebenso gut auch Blut, Därme oder Knochen vom Lamm. Abgesehen davon, dass diese Bezeichnung über die  restlichen 96 % nur mutmaßen lässt, so ist eine Ernährung mit Nebenprodukten generell abzulehnen. Doch auch pflanzliche Nebenprodukte wie Erdnussschalen, Stroh oder Rübenschnitzel haben – genauso wie Geschmacksverstärker, künstliche Aromen oder Konservierungsmitteln – im Hundefutter nichts verloren.

 

Auch Hunde haben gewisse Ansprüche

Soll man auf hochwertiges Futter zurückgreifen oder genügt die Billig-Ware? Der Hund ist doch nicht so anspruchsvoll und frisst alles, könnte man meinen. Das ist auch richtig, doch je qualitativ besser das Futter desto besser geht es dem Hund. Er wird kleinere Häufchen legen. Sind diese auch noch gerucharm, haben Sie wohl die richtige Futterwahl getroffen. Muss Ihr Hund 3 - 5 mal, hat riesige Häufen, von der Konsistenz breiig und übelriechend, sollten Sie Ihr Futteretikett mal genauer unter die Lupe nehmen.

 

Der gesunde Hund

Ein gesunder, gut gefütterter Hund hat zudem ein glänzendes Fell und stinkt weder wenn er nass ist, noch aus dem Maul. Dabei steht die Qualität der Ernährung im Vordergrund. Hier sollte man definitiv nicht sparen. Wir Menschen essen ja auch nicht das Billigste vom Billigsten. Ernähren wir uns gesund, fühlen wir uns besser. Dasselbe gilt auch für unseren besten Freund. Man darf aber nicht den Fehler machen und den Hund so ernähren, wie sich selbst.

 

Den Hund füttern

Kaum einer kann den traurigen Hundeaugen wiederstehen, wenn wir beim Mittagessen am Tisch sitzen, ordentlich schlemmen und den Vierbeiner dabei auslassen. Trotz des eben leer gefutterten Napfes sitzt der Hund erwartungsfroh neben uns um möglicherweise herunterfallende Reste zu ergattern. und möchte gefüttert werden. Hat er etwa nicht genug bekommen? Ist er noch hungrig? Hunde haben kein Sättigungsgefühl, das mit dem des Menschen vergleichbar ist. Füttert man sein Haustier deshalb bei Tisch weiter, wird er nicht unbedingt satter sondern nur dicker. Eben diese versteckten Futtereinheiten, auch Leckerlis nach erledigten Aufgaben fallen darunter, können dafür sorgen, dass der Hund übergewichtig wird. Besonders anfällig ist hierfür etwa der Beagle oder der Golden Retriever, die Bettler vor dem Herrn sind. Hier heißt es, öfters mal „Nein“ sagen und sich das Stückchen Extrawurst verkneifen. 

 

Hundefutter im Test

In regelmäßigen Abständen wird Hundefutter auf seine Qualität geprüft. So testete Ende 2013 der österreichische Verein für Konsumenteninformation 25 Trockenfutterprodukte. Zu den Testsiegern gehörten Romeo High Premium (in Deutschland bei Aldi Süd erhältlich) und Rufus (Aldi Nord). Hier zeigt sich, dass gute Qualität nicht immer teuer sein muss: Nur etwa 20 Cent kostet die Tagesration. Gute Bewertungen erhielt beispielsweise Orlando Kroketten mit Rind & Gemüse von Lidl um 19 Cent pro Tagesration. Mittlerweile soll dieses aber verändert worden sein. Wer auf Markenfutter setzt, sollte zu Royal Canin Adult Medium, etwa 1,10 Euro pro Tagesration, greifen. Nur durchschnittliche Bewertungen bekamen Chappi mit Rind sowie Clever von Merkur. Finger weg hieß es bei der Vollnahrung von Rupp (erhältlich bei Interspar). Für Welpen besitzt das Futtermittel unter anderem zu wenig Eiweiß.

 

Top 5 Hundefutter

  1. Orlando Kroketten mit Rind & Gemüse
  2. Romeo High Premium
  3. Royal Canin Adult Medium
  4. Rufus Hundetrockenfutter
  5. Scotty Premium Geflügel & Gemüse

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