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Wie bereitet man einen Hund auf ein Kleinkind vor?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Um Problemen vorzubeugen, sollte man schon vor der Geburt des Babys Vorkehrungen treffen.

Zum harmonischen Familienbild, wie es oft in Werbefilmen dargestellt wird, gehört für viele Menschen ein Hund. In vielen Fällen ist der Hund schon da, bevor der menschliche Nachwuchs hinzukommt. Um Problemen vorzubeugen, sollte man schon vor der Geburt des Babys Vorkehrungen treffen.

  • Wichtig ist vor allen Dingen, dass der Hund mit Kindern verschiedener Altersklassen vertraut ist. Viele Hunde, die noch nicht viel mit Kleinkindern zu tun hatten, sind einfach verunsichert durch die geringe Größe und die noch teilweise tollpatschigen Bewegungen. 
  • Daher ist es sinnvoll, vor der Geburt des Kindes den Hund schon mal mit jüngeren Kindern vertraut zu machen. Hilfreich wäre es daher, den Kontakt zu anderen Familien mit kleinen Kindern zu suchen. 
  • Die Annäherungen sollten aber immer unter Beobachtung und mit Vorsicht erfolgen! Wenn das Kind oder Hund Angst bzw. Aggressionen zeigt, sollte man den Kontakt auf keinen Fall erzwingen.

  1. Durch den Nachwuchs ergeben sich meistens auch neue Einschränkungen für den Hund, die er bislang nicht kannte. Bisher war der Hund es gewohnt, dass das Spielzeug, das auf dem Boden liegt, ihm gehört. 
  2. Ein Abbruchsignal wie „Nein“ sollte bis zur Geburt des Kindes gut sitzen, damit man den Hund rechtzeitig davon abbringen kann, mit dem Spielzeug des Kindes zu spielen. 
  3. Am besten übt man dies, indem man dem Hund für ihn interessante Dinge vor die Nase hält. Sobald er ansetzt, diese ins Maul nehmen zu wollen, umschließt man den Gegenstand mit der Faust, so dass er für den Hund unerreichbar ist, während man gleichzeitig „Nein“ sagt. 
  4. Aus der anderen Hand belohnt man ihn direkt mit einem Leckerli, um dem Hund zu zeigen, dass es sich lohnt von dem Gegenstand abzulassen. Dies muss man regelmäßig trainieren, dann wird er sich bei einem „Nein“ direkt von dem jeweiligen Spielzeug abwenden. 
  5. Ebenso kann man dem Hund so beibringen, sich nicht Essen (z.B. Brötchen) aus der Hand zu schnappen. 
  6. Generell sollte man sich überlegen, welche Freiheiten möglicherweise nach der Geburt für den Hund wegfallen könnten (z.B. Schlafen im Bett) und die Grenzen dann vorab konsequent durchsetzen. Wenn das Kind da ist, ist es umso wichtiger, dass der Hund genau weiß, was er darf und was nicht und den Befehlen seiner Halter gut gehorcht. 
  7. Im Zweifelsfall sollte man einen Hundetrainer aufsuchen und um Rat fragen.

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