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Wie bringt man einem Hund "Platz" bei?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Wer sich einen Hund anschafft, der möchte gerne, dass das Tier möglichst schnell lernt zu gehorchen.
Hierbei steht aber die absolute Konsequenz des Halters im Umgang mit dem Tier im Vordergrund. Lassen Sie ein Tier nach seinem eigenen Willen gewähren, hält es sich schnell für den Rudelführer und wird Ihnen den Gehorsam auch weiterhin verweigern.
Trotzdem arbeitet die Hundeerziehung heute in der Regel eher mit Belohnung als mit Bestrafung oder Zurechtweisung.

  • Wählen Sie immer die gleichen Befehle und verwenden Sie einzelne kurze Worte und einen bestimmenden Tonfall. 
  • Ganze Sätze wie „Ich möchte, dass du Platz machst“ kann der Hund nicht verstehen. 
  • Wenn der Hund bei der ein oder anderen Gelegenheit nicht auf den Befehl reagiert, geben Sie niemals vorschnell auf. 
  • Sonst lernt das Tier, dass Ihre Bemühungen willkürlich sind und Sie nicht auf Durchführung der Anordnung bestehen.

  • Sie benötigen für das Einüben von Befehlen lediglich einige Leckerbissen, die Ihr Welpe besonders schätzt. Manche Menschen arbeiten auch mit einem Klicker – das ist ein Gerät, mit dem man knackende Geräusche erzeugen kann. 
  • Es empfiehlt sich aber, die Befehle zunächst einmal ohne diesen Klicker einzuüben und ihn erst später auf der Konditionsebene mit dem Befehl zu verbinden.

  1. Junge Hunde lernen die meisten Befehle im Spiel kennen. Dies sollte man sich auch bei der Einübung zu nutze machen. Legt Ihr Tier sich also gerade zufällig auf den Boden, sagen Sie direkt darauf „Platz“, loben ihn und geben ihm ein Leckerchen. 
  2. Versuchen Sie nun, ob ihr Hund Befehl und Ausführung bereits miteinander verknüpft hat. 
  3. Gelingt das nicht, halten Sie Ihre hohle Hand, in der sich ein Leckerchen befindet, dicht auf den Boden und äußern Sie wie zuvor den Befehl. Sucht der Hund nach dem Leckerbissen, wird er sich hinlegen. Übergeben Sie den Leckerbissen und vergessen Sie nicht, das Tier zu loben.
  4. Manche Tiere haben Schwierigkeiten Worte wie „Sitz“ oder „Platz“ auseinander zu halten. Wählen Sie in einem solchen Fall, wenn Ihr Hund sich immer wieder setzt anstatt sich hinzulegen, einen anderen Befehl wie zum Beispiel das englische Wort „down“.
  5. Es ist hilfreich, bestimmte Befehle auch mit visuellen Hilfen zu verknüpfen. Der erhobene Zeigefinger als Befehl für das Sitzen und die ausgestreckte Hand für das Liegen sind besonders dafür geeignet. Doppeln Sie also Ihre Befehle visuell und akustisch, damit das Tier die Verknüpfung herstellen kann.
  6. Beherrscht Ihr Tier diese einfachen Trainingseinheiten, können Sie in Zukunft auch den Klicker einsetzen. Die Anzahl der Klicks wird hier mit einem Befehl verbunden.

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