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Wie bringt man seinem Hund bei auf Befehl zu kommen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Niemals einen Hund bestrafen falls dieser nicht gleich kommt!

  • Hunde achten viel mehr auf die Körpersprache als auf verbale Kommunikation. Angespannte Körperhaltung und damit verbundenes, lautes Geschreie sollte vermieden werden.
  • Sie sollten darauf achten, dass Sie die verfütterten Leckerlies vom Futter abziehen, damit Ihr Hund nicht zunimmt. Zudem sollten Sie immer denselben Befehl verwenden um den Hund abzurufen.
  • Bei Hunden mit Jagdtrieb (z.B. Münsterländer und Podencos) sollte Ihnen bewusst sein, dass sie, auch wenn sie sich im Garten oder Haus rufen lassen, sich meistens nicht abrufen lassen, wenn sie eine Fährte aufgenommen haben. Deshalb sollten Sie diese draußen nicht ohne Leine laufen lassen.
  • Sollte Ihr Hund zu den wenigen gehören, die Leckerlies nicht so mögen, können Sie ihn durch loben (mit hoher Stimme) und streicheln belohnen.
  • Niemals einen Hund bestrafen falls dieser nicht gleich kommt. Hunde werden das Zurückkommen fälschlicherweise als Bestrafung erachten.

  • Leckerlies
  • einen Befehl (z.B. „komm“ oder „hier“)
  • ein eingezäuntes Gebiet (z.B. einen Garten)
  • nicht zwingend notwendig, aber hilfreich, wäre eine weitere Person

Die folgenden Übungen sollten nicht länger als eine viertel Stunde am Stück trainiert werden und immer mit einer gelungenen Übung abgeschlossen werden:

  1. In einem eingezäunten Gebiet den Hund aus wenigen Metern Entfernung mit seinem Namen und dem ausgewählten Befehlswort rufen. 
  2. Dabei sollte der Hund nicht anderweitig abgelenkt sein (z.B. durch andere Personen, Tiere, Spielzeug, Schnüffeln). 
  3. Wenn er direkt kommt, sofort ein Leckerlie geben und loben. Dann dasselbe aus weiterer Entfernung üben.
  4. Sollte der Hund gar nicht auf Sie reagieren, dann können Sie es mit weggehen versuchen und wenn er Ihnen nachläuft, loben Sie ihn. 
  5. Ansonsten können Sie ihm eine etwas längere Leine anlegen und ihn zu sich ziehen, sobald Sie den Befehl gegeben haben. Leckerlies gibt es erst, sobald er von alleine kommt.

 

Vorraussetzung ist, dass Übung 1 gut läuft. 

  1. Eine andere Person lenkt den Hund mit einem Spielzeug ab bzw. Sie machen die Übung dann, wenn der Hund gerade ohnehin mit seinem Spielzeug oder etwas anderem beschäftigt ist. 
  2. Der Ablauf ist dann wie oben.
  3. Wenn auch Übung 2 gut klappt, können Sie beginnen mit Ihrem Hund im Freiland zu üben. 
  4. Zuerst können Sie dort Übung 1 wiederholen und dann Übung 2, z.B. wenn er mit anderen Hunden am Spielen ist.

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