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Wie entfernt man Zahnstein bei einem Hund?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Zahnstein ist eine Mineralisierung von Zahnbelag.

Auch Hunde können Zahnstein bekommen. Dieser ist genauso Gesundheitsschädigend für Hunde, wie für den Menschen. Zahnstein ist eine Mineralisierung von Zahnbelag. Besonders gefährdete Hunde sind die Terrier und Pudelrassen. Man erkennt die Anfänge eines Zahnsteins, wenn der Hund einen übelriechenden Mundgeruch über einen längeren Zeitraum vorweist.

Sehr wichtig ist, dass man auf das Tier achtet. Auch wenn es einem sehr vertraut und untergeben ist, steht ihm eine Stresssituation bevor, die auch schmerzhaft werden könnte. Deshalb sind folgende Gefahren zu beachten:

  • Der Zahnstein besitzt eine extrem harte Konsistenz und muss somit auch mit viel Kraft entfernt werden. Durch den Kraftaufwand kann sich das Tier aber auch sehr schnell unwohl fühlen oder sogar den Zahnsteinentferner als eine Bedrohung empfinden.
  • Die Gefahr besteht durchaus, dass der unerfahrene Behandelnde von seinem Tier gebissen werden könnte.
  • Viele Experten raten bei einem sehr starken Zahnsteinbefall bei einem Hund, den Zahnstein von einem Tierarzt entfernen zu lassen. Diese verwenden gegebenenfalls eine Narkose, sodass der Hund von der Behandlung nicht sehr viel mitbekommt. Ebenso verwendet der Tierarzt in den meisten Fällen ein Ultraschallgerät. Mit diesem kann er auch bis unter dem Zahnfleisch den üblen Zahnstein entfernen.

Der Hund sollte auf jeden Fall Vertrauen zu seinem Herrchen oder Frauchen haben. Ausschlaggebend für eine Zahnsteinentfernung sind die richtigen Utensilien:

  • Man kann sich im Fachhandel einen sogenannten Zahnstein-Kratzer besorgen, mit dem man den Zahnstein leichter entfernen kann.
  • Wichtig ist, dass der Hund fixiert wird. Das kann man mit dem eigenen Körper. Mit einer Hand kann man den Kopf fixieren, die Vorderpfoten werden mit den Beinen fest gehalten. Mit einem Partner geht es leichter. Dieser kann sowohl die Vorderpfoten als auch die Hinterbeine festhalten.
  • Für die Vor- und Nachbehandlung sollte eine Hundezahnbürste verwendet werden.

  1. Als erstes sollte man den Mund des Hundes einmal grob mit einer Zahnbürste, die man im Fachhandel bekommt, grob vorreinigen. Damit kann man die noch weichen Zahnbelege schonend entfernen. 
  2. Der nächste Schritt ist, dass man vorsichtig die Zahnzwischenräume mit dem dafür vorgesehenen Zahnsteinkratzer von Belegen befreit. 
  3. Vorsicht ist hier bei dem Zahnfleisch geboten. Dieses kann durch den Zahnstein schon in Mitleidenschaft gezogen worden sein. 
  4. Die Rötung kann einem Laien hier den Grad der Erkrankung aufzeigen. Rosa Zahnfleisch, das noch am Zahn anliegt, ist noch gesund. Je roter dieses jedoch ist, desto weiter ist die Entzündung fortgeschritten. 
  5. Die Belege auf dem Zahn sollten als Letztes beseitigt werden. Es darf nur vom Zahnfleisch weggearbeitet werden. Die Instrumente sind sehr scharf und man kann gegebenenfalls das Zahnfleisch verletzen.
  6. Zum Schluss werden die Zähne noch mal mit der Zahnbürste ordentlich abgebürstet und von den jetzt locker sitzenden Resten befreit.

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