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Wie etwurmt man einen Hund? - Eine Anleitung

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:55
Hunde können von unterschiedlichen Wurmarten befallen werden.

Hunde können von unterschiedlichen Wurmarten befallen werden, wie Spul-, Haken- oder Bandwürmern. Sie können sich durch Schnüffeln an fremdem Kot infizieren, aber auch durch das Fressen von Mäusen und rohem Fleisch. Auch an den Schuhsohlen von Menschen können Wurmeier transportiert werden, die dann mit den Schuhen in die Wohnung gelangen. Hunde können stark unter Wurmbefall leiden, abmagern, Durchfall und stumpfes Fell bekommen. Besonders für Welpen ist Wurmbefall lebensgefährlich, da diese ein noch schwaches Immunsystem besitzen.

  • Man erkennt normalerweise nicht sofort, dass ein Hund unter Wurmbefall leidet, da in den meisten Fällen nicht die Würmer mit dem Kot ausgeschieden werden. Stattdessen finden sich winzige Eier im Kot, die der Tierarzt unter dem Mikroskop erkennen kann.
  • Auch Menschen können sich mit Wurmbefall anstecken und dadurch ihre Gesundheit in Gefahr bringen. Dies ist besonders bei Kindern, älteren Menschen und Menschen mit schwachem Immunsystem zu berücksichtigen.
  • Wurmmittel schützen nicht vor Würmern. Sie wirken nicht vorbeugend, sondern erst bei Wurmbefall. Daher sollte eine Entwurmung bzw. Untersuchung auf Befall in regelmäßigen Abständen erfolgen.

  1. Man sollte einen Hund immer vom Tierarzt entwurmen lassen, da die richtige Dosierung bei der Entwurmung sehr wichtig ist. Eine zu niedriege Dosierung könnte unter Umständen nicht alle Würmer abtöten. Eine zu hohe Dosierung kann für einen Hund lebensgefährlich werden.
  2. Zunächst untersucht der Tierarzt den Hund und wiegt ihn. Anhand dieser Angaben legt der Tierarzt dann die Dosierung fest.
  3. Normalerweise erhält man das Entwurmungsmittel in Tablettenform. Diese gibt der Tierarzt dem Hund meist gleich vor Ort, indem er ihm dieses hinten auf die Zunge legt und das Maul des Hundes zuhält bis dieser schluckt.
  4. Manche Hunde spucken die Tablette aus. In dem Fall lässt sich der Hund meist austricksen, indem man das Mittel in etwas Frischfutter oder Leberwurst versteckt. Beim Aufschlecken schluckt der Hund die Tablette gleich mit.
  5. Als Faustregel gilt, dass man den Hund ca. alle drei Monate entwurmen lassen sollte. Welpen sollten in der Anfangszeit alle paar Wochen entwurmt werden, da sie allgemein anfälliger sind und sich unter Umständen bereits im Mutterleib mit Würmern angesteckt haben können.
  6. Um den Organismus des Hundes zu schonen, kann man dem Tierarzt auch eine Stuhlprobe des Hundes mitbringen. Diese sollte aus drei aufeinanderfolgenden Stuhlproben bestehen, die der Tierarzt dann unter dem Mikroskop auf Wurmbefall untersucht. So wird nur im Fall einer Infizierung mit Würmern die Entwurmung vorgenommen.
  7. Man kann auch allgemein das Immunsystem und die Darmflora des Hundes stärken, indem man ihm regelmäßig Joghurt gibt. Dies kann die Wahrscheinlichkeit eines Befalls mit Würmern reduzieren. Jedoch ist es keine Alternative zur Entwurmung.

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