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Wie hält man einen Papagei?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Ein Papagei ist ein Freund für das ganze Leben, gesunde Tiere werden 50 Jahre und älter.

Auf Grund ihrer überragenden Intelligenz, ihres oft beeindruckenden Federkleids und nicht zuletzt wegen ihrer Sprachfähigkeit sind Papageien beliebte Heimtiere.

  • die 340 bekannten Papageienarten haben mitunter sehr verschiedene Ansprüche, Informationen über spezifische Eigenarten sind wichtig
  • eine Einzelhaltung kann zu massiven Verhaltens- und Gesundheitsstörungen führen
  • artgerechte Haltung verlangt die Möglichkeit zur Fortpflanzung und somit zur Unterbringung der Nachzucht
  • bei der Aus- oder Einfuhr und beim Besitz von Papageien sind die Artenschutzbestimmungen zu beachten
  • Papageien können beim Freiflug in Wohnräumen erhebliche Schäden anrichten und sich erhebliche Verletzungen zuziehen
  • ein „Ausweichquartier“ für kranke oder verletzte Vögel muss zur Verfügung stehen
  • ein Papagei ist ein Freund für das ganze Leben, gesunde Tiere werden 50 Jahre und älter

  • ein papageiengerechter Käfig oder eine Voliere samt Innenausstattung
  • Sand, Rindenmulch u.ä. als Einstreu
  • Artgerechtes Vogelfutter, eventuell Mineralstoff- und Vitaminpräparate
  • bestenfalls ein eigenes Vogelzimmer
  • Zeit, Liebe – und ein strapazfähiges Gehör

  1. Genügend Platz - Eine Voliere muss pro Papageienpaar einen Meter lang, sowie einen halben Meter breit und hoch sein. Diese Maße gelten für Papageienarten bis zu 25 cm Größe und verdoppeln bzw. verdreifachen sich für die größeren Arten. Ein Käfig auf mindestens 80 cm Höhe täglicher Freiflug sind Voraussetzung für die Käfighaltung. Eine Vergitterung aus Querstäben oder Geflecht sowie der richtige Standort mit täglich etwa zwölf Stunden Licht sind vonnöten.
  2. Die Innenausstattung - Papageien brauchen in der Voliere oder dem Käfig Schutzräume, mindestens zwei Querstangen mit unterschiedlichem Durchmesser und Nistkästen während der Fortpflanzungszeit. Kletterbäume, Schaukeln und andere Gegenstände zur Beschäftigung werden freudig begrüßt, ein Vogelbad mit frischem Wasser muss zur Verfügung stehen. Auf gesundheitsverträgliches Material und fehlende Verletzungsgefahr ist zu achten. Papageien dürfen weder an einem Bügel noch an einer Kette gehalten werden.
  3. Die Gesellschaft - Grundsätzlich dürfen Papageien, die nicht krank oder verletzt sind, nur paarweise oder in Schwärmen gehalten werden, eine Vergesellschaftung mit anderen Vogelarten ist aber, unter der entsprechenden Beobachtung, meist möglich. Menschliche Gesellschaft ist willkommen, aber kein Ersatz für Artgenossen.
  4. Futter und Pflege - Das richtige Futter ist abhängig von der Papageienart, Körnerfutter sowie frisches Obst sind aber die Grundlage. Die Käfige oder Volieren werden einmal wöchentlich gereinigt und frisch eingestreut. Einmal täglich sollen die Tiere auf Verletzungen oder Krankheitsanzeichen kontrolliert werden.

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