Foto: Shutterstock.com

Wie kann man die Körpersprache eines Hundes deuten?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Der Umgang eines Hundes mit einem Artgenossen ist anders als der mit seinem Menschen.
Um richtig miteinander umzugehen ist es wichtig, die „Sprache" seines Hundes, hier ist es die Körpersprache, richtig zu verstehen. Die Hunde sprechen mit uns genau so, wie mit ihren Artgenossen.
Wir Menschen achten meistens beim Hund auf die Haltung der Rute, aber dass ist nur ein kleiner Teil der Körpersprache. Augen, Ohren, Gesichtsmimik, die Haltung der Rute, die Haare und der Gang machen die Körpersprache eines Hundes aus.

Die Körpersprache der Hunde verstehen

  1. Eine entspannt hängende Rute, eine leicht geöffnete Schnauze und die Ohren hängen oder stehen locker (hier kommt es auf die Rasse an), zeigen, dass der Hund eine entspannte Haltung hat. 
  2. Ein Hund, der aufmerksam seine Umgebung beobachtet, ist leicht angespannt, die Rute steht waagerecht, die Ohren sind aufgerichtet. 
  3. Handelt es sich um einen selbstsicheren Hund, ist die Körperhaltung ähnlich, allerdings ist hier die Rute aufgestellt, die Nackenhaare können wie eine kleine Bürste aussehen und der Blick wird nicht abgewendet. 
  4. Eine Steigerung wäre noch, wenn eine Drohgebärde hinzukäme. Er zieht seine Nase kraus und die Lefzen hoch. Er deutet damit an, dass er bereit ist anzugreifen. 
  5. Ist der Hund unsicher, droht aber trotzdem, sieht man die gesamten Zähne und die Ohren sind angelegt. Vielleicht reißt er noch sein Maul ganz auf.
  6. Stehen Sie einem Hund gegenüber, der sich so klein wie möglich macht und die Rute zwischen die Beine klemmt, ist das sicherlich ein ängstlicher Hund. Er hat ebenfalls seine Lefzen hochgezogen und seine Haare stehen zu Berge. Aber auch ein ängstlicher Hund kann angreifen, wenn er in die Enge getrieben wird, wenn er nicht mehr flüchten kann. 
  7. Einfach zu erkennen ist, wenn der und spielen möchte. Er duckt sich auf seinen Vorderpfoten nach vorne und der ganze Hund wartet nur auf das Startzeichen zum Toben.



Kommen wir nun noch kurz zur Unterhaltung Mensch und Tier. 

  • Wir rufen unseren Hund mit dem Typischen „Komm“, doch der Hund reagiert nicht sofort und wir werden sauer. Wir werden energisch und rufen noch einmal „ Komm“, der Hund sieht an unserer Körperhaltung aber „ Bleib mir ja vom Leib „. Was soll er tun? Er versucht, uns zu besänftigen und klemmt die Rute ein, wendet den Blick ab. Das ist ein typisches Beispiel von Missverständnissen zwischen Mensch und Hund.
  • Noch ein Beispiel wäre, wenn der Hund „Fuß“ gehen soll, aber abgelenkt ist, und nicht sofort reagiert. Wir wiederholen energisch den Befehl und unser Körper versteift sich etwas. Der Hund soll neben uns herlaufen, aber unser Körper sagt „ bleib mir vom Leib „. Was soll der Hund tun? Er reagiert auf unsere Körpersprache und bleibt zurück. 
  • Beispiele für diese Missverständnisse gibt es viele. Wenn man sich die Mühe macht, sich mit der Körpersprache des Hundes, aber auch mit seiner eigenen zu beschäftigen, können viele Stresssituationen vermieden werden, und der Hund wird uns mit seinem absoluten Vertrauen belohnen.

Kommentare