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Wie man einem Hund das Bellen abgewöhnt?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Ein bellender Hund kann ein Segen für einen Hofbesitzer sein aber auch Nachbarn nerven.

Ein bellender Hund kann ein Segen für einen Hofbesitzer sein, aber für Menschen in Mehrfamilienhäusern oder dicht besiedelten Gebieten viele Probleme nach sich ziehen. Diese können von genervten Nachbarn bis hin zur Kündigung des Mietvertrages führen.

  • Wenn man das Bellen unterbinden will, muss man zunächst einmal herausfinden, um was für eine Art von Bellen es sich handelt. 
  • Ein häufiger Grund für Bellen ist, dass der Hund anschlägt, weil sich Menschen dem Grundstück nähern bzw. sich im Treppenhaus befinden. Dies hat nicht nur Nachteile, Hunde sind mit Abstand die besten Alarmanlagen.
  • Ein territorialer Hund will damit anzeigen, dass dies sein Revier ist und sie vertreiben.

  1. Es liegt hier nun am Halter, dem Hund aufzuzeigen, dass es nicht in seinem Verantwortungsbereich liegt, die Wohnung zu bewachen. Am besten trainiert man die Situation, indem man andere, nach Möglichkeit dem Hund fremde, Personen das Grundstück/Treppenhaus betreten und an der Tür klingen lässt. 
  2. Schlägt der Hund an, wird er sofort auf seinen Platz verwiesen. Wenn er dort ruhig verweilt, wird er mit einem Leckerchen belohnt. 
  3. Sobald er aufsteht, wird er wieder in sein Körbchen oder auf seine Decke geschickt. 
  4. Falls der Hund sich weigert auf Befehl auf seinen Platz zu gehen, ist es hilfreich, am Halsband des Hundes anfangs eine kurze Hausleine zu befestigen, an der man ihn auf den Platz führt. Wichtig ist ein konsequentes Training, damit diese Methode zum Erfolg führt. 
  5. Auch ein Abbruchsignal („Nein“, „Aus“) ist hilfreich. Dieses Signal muss der Hund allerdings vorher schon gelernt haben. In dem Moment, wo der Hund aufhört zu bellen, muss er sofort belohnt werden. Das Timing spielt dabei die entscheidende Rolle. 
  6. Viele Hunde bellen außerdem, wenn sie allein gelassen werden. Dies tun sie oft, weil sie schlichtweg wütend sind, weil ihre Halter sie alleine gelassen haben. Manchmal stecken auch Verlassensängste dahinter. 
  7. Dies verhindert man am besten, indem man das Alleinsein Stück für Stück trainiert. Die Dauer der Abwesenheit wird von Mal zu Mal ein wenig verlängert. 
  8. Man sollte den Hund dabei am besten filmen oder zumindest auf einem Diktiergerät aufnehmen (oder Nachbarn befragen) um zu erfahren, wie der Hund sich während der Abwesenheit verhalten hat. Nur, wenn er ruhig war, wird die Zeitspanne gesteigert, ansonsten geht man wieder einen Schritt zurück. 
  9. Sowohl beim Verlassen der Wohnung als auch der Rückkehr sollte man keine Abschieds- bzw. Begrüßungszeremonien praktizieren, sondern sich ganz normal verhalten.

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