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Wie pflegt man einen Hund / eine Katze nach einer Kastration?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Am Tag der Kastration bekommt das Tier auf keinen Fall etwas zu fressen, sondern...

  1. Am Tag der Kastration bekommt das Tier auf keinen Fall etwas zu fressen, sondern nur frisches Wasser angeboten. Dadurch wird ein Brechreiz auf Grund der verabreichten Narkosemittel verhindert. Das erste Fressen sollte erst am darauf folgenden Tag wieder bereitgestellt werden. 
  2. Am Tag der Kastration ist es empfehlenswert, das Tier über Nacht in eine Box zu sperren, in der ein Schälchen mit Wasser steht. Zusätzlich sollte diese Box mit einer auswechselbaren Unterlage aus Zellstoff ausgelegt werden, damit eventuell austretende Bluttropfen aufgesogen werden. 
  3. Das Tier sollte in dieser Box an einem möglichst warmen, ruhigen und abgedunkelten Ort liegen. Laute Musik aus dem Radio oder Fernseher, das Lachen von Kindern oder gar Nikotingeruch können eine echte Belastung für die Tiere im Zustand kurz nach der erfolgten Kastration werden. Sie reagieren unkontrolliert und mit lebhaften Bewegungen, die auf alle Fälle vermieden werden sollen.
  4. Wenn das Tier endgültig aus der Narkose erwacht ist es auf alle Fälle noch „benebelt“. Durch diese Maßnahme wird verhindert, dass Hund oder Katze in diesem Zustand versuchen unkontrollierte Bewegungen oder Sprünge durchzuführen, die zusätzliche Schmerzen bereiten würden. 
  5. Außerdem ist so ein Beobachten der Narbe für den Tierhalter leichter möglich, denn wenn diese anfängt zu bluten sollte der Tierarzt noch einmal aufgesucht werden. 
  6. Kater und Rüden lecken von Natur aus sofort an der Narbe. Das ist ein angeborener Instinkt und kann nicht verhindert werden. Sollten Rötungen auftreten, ist das ein erstes Anzeichen einer beginnenden Entzündung. 
  7. Die Narbe kann mit etwas Babypuder bestreut werden. Das wirkt entzündungshemmend und beschleunigt die Wundheilung. Babypuder kann von den Tieren bedenkenlos wieder abgeleckt werden. Innerhalb von etwa zwei Tagen sollte die Rötung merklich abklingen.
  8. Tiere die ein Herumtollen in der freien Natur gewöhnt sind, sollten bis zum vollständigen Abheilen der Operationsnarbe in der Wohnung gelassen werden. Dadurch wird erreicht, dass kein Schmutz in die Wunde dringen kann, was zu zusätzlichen Komplikationen und einer Verzögerung der Wundheilung führen könnte.
  9. Nach etwa zwei Wochen ist das Fell wieder nachgewachsen und Hund und Katze werden keine Auswirkungen der Kastration mehr spüren. Eine kurzzeitige Veränderung der Fellstruktur muss nicht behandelt werden.

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