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Wie stoppt man einen Hund vom Aufreiten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Aufreiten ist die Bezeichnung für das Bespringen des Sexualpartners.

Wenn man Hundebesitzer ist, kennt man vielleicht das „Problem“, ein Rüde ist geschlechtsreif und versucht, aufzureiten. Was heißt aufreiten? Aufreiten ist die Bezeichnung für das Bespringen des Sexualpartners, aber auch eine Frustrations- oder Dominanzgeste. Wenn man möchte, dass sich das Tier fortpflanzt, ist das ja völlig in Ordnung.

  1. Peinlich wird es für den Hundebesitzer aber, wenn der Hund auf eine Hündin aufreiten will und der Besitzer der Hündin das nicht möchte, oder, wenn das Bein eines Besuchers herhalten muss. 
  2. Jetzt ist es an der Zeit, dieses Verhalten zu unterbinden. Eine Kastration ist da nicht ratsam. Tierärzte sind nach dem deutschen Tierschutzgesetz dazu verpflichtet, Hunde nur bei medizinischer Indikation (bei einem bestimmten Krankheitsbild) zu kastrieren. 
  3. Wegen der dann fehlenden männlichen Hormone kann der Rüde Muskelschwäche bekommen oder inkontinent werden. In einem solchen Fall muss der Tierarzt dann zusätzlich Hormone spritzen. Auch eine Herzmuskelschwäche kann die Folge sein. 
  4. Durch die Kastration kann sich das Wesen des Rüden verändern. Die Tiere werden dann lustlos, legen an Gewicht zu und bekommen ein weiches, wolliges Fell. Weiterhin können sie am Bauch ordentlich zulegen. 
  5. Eine andere Möglichkeit wäre, dem Rüden die Samenleiter durchtrennen zu lassen (Vasektomie). 
  6. Auch der Einsatz von Bachblüten wäre eine Alternative. 
  7. Man kann aber auch versuchen, dem Hund das Aufreiten abzugewöhnen. Immer wenn man merkt, der Hund möchte jetzt aufreiten, den Hund ablenken, zum Beispiel mit Spielen. 
  8. Das Spiel sofort abbrechen, wenn der Hund wieder aufreiten will. Nach einiger Zeit und nach intensivem Training bemerkt der Rüde, dass er, wenn das Spiel abgebrochen wurde, einen Fehler gemacht hat. 
  9. Irgendwann schaut er vielleicht auch seinen Besitzer an, wenn er in Versuchung gerät. Das ist dann ein voller Erfolg. 
  10. Schafft man es nicht allein, gibt es Hunde-Profis, die sich mit Hunden und deren Erziehung sehr gut auskennen. 
  11. Diese sollte man dann zu Rate ziehen. Die Entscheidung über die Vorgehensweise liegt, auch nach einer eventuellen Beratung beim Tierarzt, immer beim Hundehalter oder der Hundehalterin.

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