Drucken
Letztes Update am 13.05.2015, 09:17
Für eine gesunde und saubere Umwelt sollte auch der Abwasch des Geschirrs nachhaltig sein.

Mehr als 5.000 Chemikalien sind laut dem österreichischen Bundesumweltamt hierzulande pro Haushalt im Einsatz. Der Abwasch ist erledigt, die Spülmaschine hat ihre Arbeit getan und trotzdem finden sich noch immer hartnäckige Schmutzreste vom letzten Abendessen auf dem Geschirr. Schnell wird zu besonders starken Mitteln gegriffen, um auch diesem letzten Rest zu Leibe zu rücken.

Kleine Umstellungen

Was viele dabei vergessen: Viele Geschirrspülmittel enthalten unzählige, für die Umwelt und die Menschen schädliche, Inhaltsstoffe. Mit wenig Aufwand könnten die negativen Auswirkungen auf die Natur aber verhindert werden. Wie das österreichische Umweltministerium etwa empfiehlt sollte man - auch wenn das Geschirr noch so verdreckt erscheint - die Reinigungsmittel nicht höher dosieren, als vom Hersteller empfohlen. Grundsätzlich sollte auch eher zu Konzentraten gegriffen werden, weil die Dosierung auf diese Weise laut Umweltministerium noch geringer gehalten wird. Dank der ständigen Weiterentwicklung der Haushaltsgeräte in Sachen Nachhaltigkeit, räumen Experten mit der lange verbreiteten Haltung, dass der Abwasch per Hand umweltschonender wäre, auf. Moderne und effiziente Geschirrspülmaschinen benötigen in ihren Energiesparprogrammen nur noch rund 1kWh Strom und 13 Liter Wasser pro Spülvorgang und haben sich so zu sparsamen Küchenhelfern gewandelt.

Muskelkraft macht sauber

Wer keine Spülmaschine zur Verfügung hat und den Abwasch händisch erledigen muss, der sollte grobe Speisereste in den Abfall entsorgen und Angetrocknetes möglichst in heißem Wasser mit wenig und bestenfalls nachhaltigem Spülmittel einweichen. Gespült werden sollte grundsätzlich nie unter fließendem Wasser, sondern im gefüllten Becken. Um starke Schaumbildung zu vermeiden, wird dabei erst das Wasser eingelassen und danach die vom Hersteller angegebene Menge hinzugefügt. Nach dem Abwasch wird das Geschirr in ein mit kaltem Wasser gefülltes Gefäß getaucht und an der Luft getrocknet. „Bei der Hygiene im Haushalt sollte man auf gefährliche oder aggressive, zum Beispiel chlorhaltige Mittel verzichten und beim Reinigen den Körpereinsatz wieder mehr in den Vordergrund stellen“, rät Franz Reinthaler vom Institut für Hygiene an der Medizinischen Universität Graz. Um die Umwelt möglichst zu schonen, sollte daher von starken und giftigen Reinigungsmitteln abgesehen und besser zur nachhaltigen und umweltfreundlichen Alternativen gegriffen werden.

 

Sauberkeit im Haushalt ist der Mehrheit der Österreicher sehr wichtig. Um gleichzeitig auch die Umwelt sauber und gesund zu halten, sollte die eine oder andere Vorgehensweise in der Küche verändert und parallel dazu auch zu nachhaltigen Reinigungsmitteln gegriffen werden.