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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Viel Nachfrage, zu wenig Angebot.

Die Stadt Wien und dessen Umgebung bietet für die Bewohnerinnen und Bewohner eine hohe Lebensqualität. Nicht zuletzt deswegen ist die Nachfrage nach Immobilien in dieser Region ungebrochen hoch.

 

Das Angebot ist hingegen angesichts dessen viel zu niedrig bemessen. Obwohl seitens der Stadt Wien und anderen Institutionen durchaus Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, ist keine signifikante Steigerung auf Angebotsseite zu erwarten.

 

Analysiert man den Zuzug sowie bestehende und künftige Angebote, so ist von einem längerem Bestehenbleiben dieser Situation auszugehen. Hier wollen wir nachfolgend den Immobilienmarkt in Wien näher beleuchten und einige Tipps vom Experten geben.

Verhältnis Angebot/Nachfrage als Problem

Die Nachfragesituation wird zunehmend kritisch. In den letzten Jahren ist es deshalb zunehmend zu massiven Preissteigerungen gekommen. Mittlerweile hat man ein Level erreicht, bei dem es recht schwierig ist, für wenig Geld ansprechende Immobilien zu finden.

Gleichzeitig kann auf Anbieterseite kaum mehr jeder beliebige Preis erzielt werden. Die Suchenden überlegen sich sozusagen 3 Mal, ob sie vorschnell viel Geld in eine Immobilie investieren wollen. Wenn man bei der vorherrschenden Angebotslage diese großen Summen bezahlen muss, sollten auch alle relevanten Faktoren der Immobilie stimmen.

Preisliche Range

Obwohl am Markt Preise herumschwirren, die nicht mehr reell sind, hängt die Preisbildung natürlich von verschiedensten Gesichtspunkten ab. Allen voran spielt die Lage der Immobilie innerhalb Wiens eine große Rolle. Während man in sogenannten Nobelbezirken (zum Beispiel 18., 19. und 13. Bezirk) sowie im Stadtzentrum mit enormen Durchschnittspreisen rechnen muss, sind diese am Gürtel und Lagen mit mäßiger Infrastruktur nicht zu erzielen.

Am Immobiliensektor teilt man die Preise grob in 3 größere Gruppen ein. Bis etwa 300.000 Euro; bis etwa 600.000 Euro sowie alles was über diese Grenze hinausgeht. Das Hochpreissegment (über 600.000 Euro) ist in Wien ein recht schmales Segment. Immobilien müssen hier wirklich überragende Qualität haben, um auch rasch abgenommen zu werden. Lage, Grundriss und Ausstattung müssen einwandfrei sein.

Entwicklungen im Hinblick auf die Zukunft

Es gibt in Wien einige "Entwicklungsgebiete", die sich zunehmend etablieren und künftig umso interessanter sein werden. Zu nennen ist hier beispielsweise die Naschmarkt-Gegend, welche vor 5-10 Jahren nur halb so teuer war, oder auch die Gegend rund um den Westbahnhof, wo eine äußerst positive Entwicklung festzustellen ist. Ebenso spannend: Die Entwicklung rund um den Hauptbahnhof (3. Bezirk). Nahe dem Kardinal-Nagl-Platz ist ein Aufschwung wahrzunehmen. Generell handelt es sich bei guten Entwicklungsgebieten fast immer um Gegenden mit guter öffentlicher Infrastruktur und U-Bahn-Anbindung.

Wohnen in Wien: Tipp vom Experten

'Open Sans', sans-serif; font-size: 15px; font-style: normal; font-variant: normal; line-height: 22.5px;">Generell gilt natürlich: Wo stärkere Nachfrage herrscht ist es auch am teuersten. Demnach werden bei steigender Nachfrage auch die Preise steigen. Außerdem sind natürlich auch neu errichtete Gebäude dementsprechend teurer. Hier sollte man sich fragen: Muss es wirklich gleich ein Neubau sein? Auch vor 2000 wurden diverse Objekte gebaut, die nach wie vor in ausgezeichnetem Zustand sind. Viele können sich auch für den klassischen Altbau begeistern, wenn dieser noch gut erhalten ist. Neubauten beinhalten neben höheren Miet- und Kaufpreisen auch viele Vorschriften. Auf Grund der unzähligen Bauvorschriften sind die Baukosten dementsprechend hoch. Mögliche Überlegung: Etwas suchen, was nicht komplett neu ist, aber noch immer in Top-Zustand. Wenn der finanzielle Rahmen groß genug ist, ist aber der Neubau natürlich "State-of-the-Art". Generell ist der eigene Wunsch immer sehr individuell. Hier ist Beratung wichtig, bieten kann die ein erfahrener und umsichtiger Immobilienmakler.

Wie lange ist diese kritische preisliche Situation noch anzunehmen?

'Open Sans', sans-serif; font-style: normal; font-variant: normal; line-height: 22.5px; font-size: 15px;">Die Preisentwicklung wird aus der Sicht des Experten garantiert noch weiter steigen, aber nicht mehr so rasant, wie früher. Eine oft proklamierte Immobilienblase gibt es in Wien aber nicht. Eine solche entsteht, wenn die Finanzierung nicht durch den Wert der Immobilie gedeckt ist. Hier ist allerdings das Gegenteil der Fall. In Wien ist der Eigenkapitalanteil ein sehr hoher. Wo hingegen rasante Unterschiede festzustellen sind, ist ein Vergleich zwischen im Wert steigenden und sinkenden Gegenden. Man sollte also genau schauen, worin man investieren möchte.

Die Nachfrage-Angebots-Situation wird sich nicht so schnell ändern. Allein schon aus volkswirtschaftlicher Sicht wird es bei solch hoher Nachfrage und solch niedrigem Angebot dauerhaft hohe Preise geben. Möglichkeiten, dies abzufedern, gäbe es auf jeden Fall. So könnte man strukturschwache Gebiete (Bsp.: zwischen Stadthalle und Brunnenmarkt) aufwerten und mehr Wohnraum schaffen. Mit einem Schlag würde so ein riesiger Schub an neuen Wohnungen entstehen. Die Stadt müsste aber auch akzeptieren, dass vielleicht auch private Eigentümer einen beträchtlichen Vorteil aus solchen Maßnahmen erzielen. 

Schon beim Bauen gibt es heute viele Interessensgruppen und dementsprechend viele Regelungen, die in diesem Umfang sicherlich in einigen Bereichen kontraproduktiv sind. Wenn man dies flexibilisieren könnte, dann würde das Bauen schlagartig billiger werden. Und wenn Bauen billiger wird, dann werden auch die Preise für das Wohnen billiger werden. Potenzial ist also durchaus vorhanden.

Das Fazit

'Open Sans', sans-serif; font-size: 15px; font-style: normal; font-variant: normal; line-height: 22.5px;">Die Nachfrage ist ungebrochen hoch, die Angebotslage sind ungebrochen knapp bemessen. Das sorgt in Wien für eine höhere Preislage. Potenzial, dies zu ändern, wäre vorhanden. Mittelfristig ist aber, allein schon aus volkswirtschaftlicher Sicht, mit einer Beibehaltung der aktuellen Situation zu rechnen.  Interessant ist das Geschehen auf diversen Entwicklungsgebieten innerhalb der Stadt. Wer am Wiener Immobilienmarkt aktiv werden möchte, der sollte sich jedenfalls um gute Beratung kümmern, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

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